Das Kompostieren im eigenen Hausgarten

 

Der Komposter ist in vielen Gärten inzwischen ein völlig normaler Anblick. Längst hat er seinen Ruf hinter sich, lediglich in absolut ökologisch eingestellten Haushalten als stinkender Abfallhaufen vor sich hin zu gären. Dass der Kompost sowohl Nutzen bringt als auch noch die Kosten für die Biotonne, die in den meisten Ländern des Bundesgebietes inzwischen zum Standard der Mülltrennung gehört, einzusparen.

Wirklich guter Kompost riecht weder modrig noch irgendwie sonst nach Abfall. Die Kompostierung von Garten- und auch Küchenabfällen ist ein völlig normaler Prozess in der Vegetation. Um guten Kompost zu erhalten, der nicht schimmelt oder riecht, muss man bei der Kompostierung von Küchen- und Gartenabfällen aber schon einige Regel beachten. Wer auf den Komposter verzichtet, wird sich besonders gut an die Regeln des Kompostierens halten müssen, um Geruch zu verhindern, bei richtiger Kompostierung aber solche Probleme nie haben.

Auf keinen Fall sollte man den Anfängerfehler begehen, alle organischen Abfälle wild durcheinander auf den Kompost zu werfen, weil ja schließlich irgendwann alles verrottet. Gekochte Essenreste oder sogar Fleisch gehören nämlich überhaupt nicht auf den Kompost. Weiterhin muss eine gute Belüftung des Kompostes gewährleistet sein, was moderne Komposter automatisch erledigen.

Auf den Komposthaufen oder in den Komposter dürfen Laub, zerkleinerte Äste, Gemüsereste, Obst- und auch Gemüseschalen, Kaffeesatz, Teeblätter, Strauch- und Rasenschnitt geworfen werden. Wurzelndes Unkraut sollte man eher nicht auf den Kompost werfen, hier würde es perfekte Wachstumsbedingungen vorfinden und sich dann selbst aussäen und im Garten vermehren. Ein sogenannter Dreier-Komposter unterteilt den Kompost in drei Phasen, bis der Kompost sich im dritten Komposter zum Verteilen auf den Beeten als Dünger befindet.

Gröbere Abfälle sollten mit Rasenschnitt kompostiert und in gemischten Schichten aufgehäuft werden, damit eine perfekte Luftzirkulation erreicht wird. Durch den Rasenschnitt wird verhindert, dass der Kompost zu sehr gepresst wird und statt Verrottung Schimmelbildung beginnt. Wird der Rasenschnitt auf dem Komposthaufen gelegentlich mit einer Forke aufgelockert, unterstützt dies den Kompostierungsprozess wesentlich. Zudem wird so eine perfekte Feuchtigkeit zum Kompostieren erreicht, denn trockene Äste kompostieren allein nicht und feuchter Rasenschnitt allein schimmelt eher.

Guter Kompost ist ein perfekter und zudem kostenloser Dünger, der dem Garten in jeder Saison erneut gut tut. Wer sich vorurteilsfrei mit der Kompostierung beschäftigt, wird feststellen, dass es sich hier um keine eklige Angelegenheit handelt, die den strengen Duft eines Bauernhofes mit sich bringt.

13.5.08 23:12, kommentieren